Wir kennen dieses Gefühl alle. Der Frühling kommt.
Man möchte Leichtigkeit, mehr Licht, offene Kleidung, neue Looks. Die voluminösen Winterjacken verschwinden im Schrank und mit ihnen taucht eine alte Frage wieder auf: Wie stelle ich Outfits zusammen, in denen ich mich wirklich wohl und schön fühle und nicht ständig das Gefühl habe, etwas „verstecken“ zu müssen?
Die gute Nachricht: Es geht nicht um Körpermaße.
Alles entscheidet sich durch Schnitt, Linien und gezielte Akzente. Hier teile ich 5 stilvolle Tricks, die mühelos funktionieren und sofort mehr Sicherheit im eigenen Look geben.
Balance ist die Basis jedes Outfits
Ein stimmiger Look beginnt immer mit der richtigen Verteilung des visuellen Gewichts. Wenn der untere Teil der Silhouette stärker ausgeprägt ist, sollte der Fokus im Outfit ausgleichend wirken und nicht zusätzlich Volumen im Hüftbereich schaffen.
Setze auf klare Modelle ohne Taschen, Raffungen oder auffällige Details an der Hüfte. Besonders gut funktionieren locker geschnittene Hosen mit hoher Taille. Sie strecken die Silhouette und schaffen optische Länge, im Gegensatz zu Modellen mit aufgesetzten Elementen.
Vertikale Linien – der verlässlichste visuelle Trick
Geometrie in Kleidung wirkt stärker, als man oft denkt. Horizontale Linien im Hüftbereich verbreitern optisch, vertikale Linien hingegen strecken immer.
Das können sein:
– ein monochromer Look
– Schuhe in der Farbe der Hose
– ein langer Mantel oder Trenchcoat in gerader Linie
Schon ein einziges vertikales Element verändert die Gesamtwirkung der Figur spürbar.
Lenke den Blick gezielt um
Stil ist immer ein Spiel mit Aufmerksamkeit. Es geht nicht darum, eine Zone zu „verstecken“, sondern sie optisch zu beruhigen und den Blick bewusst woanders hin zu führen.
Besonders gut geeignet sind:
– matte Stoffe ohne Glanz
– ruhige, kühle oder tiefe Farbtöne
– A-Linien-Röcke in Midi- oder Maxilänge
Der Blick lässt sich leicht nach oben lenken durch V-Ausschnitte, freie Schultern, ausdrucksstarke Ohrringe oder Ketten. Das Auge findet einen Fokuspunkt und hört auf, den Körper kritisch abzuscannen.
Akzente sind kein Feind, sondern ein Werkzeug
Der Mythos, dass Kurven keine Akzente vertragen, ist längst überholt. Im Gegenteil. Klare, stilvolle Details geben dem Outfit Struktur und vermitteln Selbstbewusstsein.
In dieser Saison besonders wirkungsvoll:
– Taschen mit interessanter Textur
– Schuhe mit ungewöhnlicher Schuhspitze
– ausdrucksstarke Accessoires
Wichtig ist nur eins: ein Akzent pro Outfit. So wirkt der Look durchdacht und nicht überladen.
Der Schnitt ist wichtiger als die Größe
Der häufigste Fehler ist, sich nur an der Größe zu orientieren und die Form des Kleidungsstücks zu ignorieren. Lockerer, gerader oder weich fließender Schnitt wirkt immer vorteilhafter als ein zu enger, anliegender Stil.
Für die warme Jahreszeit eignen sich besonders:
– Kleider aus fließenden Stoffen
– Modelle, die nicht an der Hüfte anliegen
– Hemdblusenkleider mit einer vertikalen Knopfleiste
Solche Teile bringen Luft in den Look und lassen die Silhouette insgesamt leichter wirken.
Echter Stil beginnt nicht mit Verboten oder dem Versuch, den Körper zu korrigieren. Er entsteht aus dem Verständnis für die eigenen Proportionen, den Lebensstil und dafür, wie Kleidung für dich arbeiten kann und nicht gegen dich.
Wenn du aufhören möchtest, deine Figur ständig zu „optimieren“, und stattdessen lernen willst, Outfits bewusst und stimmig zusammenzustellen, begleite ich dich gern dabei.
In einer persönlichen Stilberatung schauen wir gemeinsam, welche Schnitte, Linien und Kombinationen deine Figur optimal unterstützen und dir im Alltag Sicherheit und Freude an Kleidung geben.





